Schlafstörungen auf den Grund gehen

Schlafstörungen auf den Grund gehen

Expertenvorträge zum Thema „Schlaf“ am 13. März im Ortenau Klinikum Offenburg St. Josefsklinik und am 24. und 25. März auf der Gesundheitsmesse „Balance“

Erholsamer Schlaf ist nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit. Die organisch oder nichtorganisch bedingten Schlafprobleme treten in ganz unterschiedlicher Form und Intensität auf. So gibt es beispielsweise zahlreiche äußere Faktoren, die den Schlaf stören können. Krankheit, Stress, Sorgen, Reizüberflutung, ein üppiges Abendessen, Genussmittel wie Kaffee und Alkohol aber auch Schichtarbeit oder Medikamente zählen dazu.
 
Maßgeblich für die Schlaflänge und -tiefe sind aber auch genetische Anlagen. „Das Schlafbedürfnis kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Einigen reichen fünf bis sechs Stunden, andere benötigen acht bis neun Stunden täglich. Der Mittelwert liegt zwischen sechs und sieben Stunden“, erläutert Dr. Helmut Debes, Facharzt für Neurologie und Schlafmedizin im Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach und Leiter des Zentrums für Schlafmedizin an der Betriebsstelle Offenburg Ebertplatz. Menschen mit geringem Schlafbedürfnis sollten also nicht zu früh ins Bett gehen und auch auf den sonst durchaus empfehlenswerten viertelstündigen Mittagsschlaf verzichten, empfiehlt der Experte.
 
Doch nicht nur die Länge, auch die Tiefe ist entscheidend für die Qualität des Schlafes. Denn in einem festgelegten Rhythmus wechseln sich Phasen leichten Schlafes mit Tiefschlafphasen ab. Letztere sorgen für die notwendige Regeneration des Körpers und für die Speicherung von Erlebnissen und Informationen auf die „Festplatte Gehirn“. Der Wechsel von Tief- und Leichtschlaf (NREM) sowie Traumschlaf (REM) sowie das Fehlen von arousals (Weckreizen) sind erforderlich. Läuft die Abfolge der unterschiedlichen Schlafphasen regelmäßig ab, wacht man erholt und ausgeruht auf. Wird sie jedoch gestört, kann man sich auch nach zehn Stunden Schlaf noch „wie gerädert“ fühlen. Aufzeichnungen aus dem Schlaflabor zeigen, dass manche Patienten in der Nacht tatsächlich eine nur sehr geringe Schlaftiefe erreichen, obwohl sie lange schlafen. Ihnen empfiehlt Debes, auf Schlafkiller wie Alkohol oder Kaffee sowie und auf kreislaufpuschende Aktivitäten am Abend zu verzichten und das Schlafengehen mit einem Ritual zu verbinden. „Und wer dann in der Nacht trotzdem wach wird, sollte sich nicht stundenlang unruhig im Bett wälzen, sondern aufstehen und beispielsweise bei gedämpftem Licht lesen.
 
Beeinflussen Schlafstörungen auch den Tagesablauf negativ, hilft nur der Gang zum Arzt. Die Diagnose  lautet in vielen Fällen „Insomnie“. Das ist der Fachbegriff für über einen längeren Zeitraum anhaltende Ein- und Durchschlafstörungen. Die moderne Schlafmedizin verfügt mittlerweile über viele wichtige Erkenntnisse zu Ursachen von Schlafproblemen und über entsprechende individuelle Behandlungsmöglichkeiten.
 
Neben der Insomnie ist Schlafapnoe ein weiteres vermehrt auftretendes Krankheitsbild, unter dem häufig Menschen leiden, die laut schnarchen. Dabei kommt es während des Schlafs in kurzen Zeitabständen zu Verschlüssen im Rachen mit Atempausen. Das beeinträchtigt nicht nur die Schlaftiefe, sondern kann zu bedrohlichen Situationen führen.
 
Um dem Problem auf den Grund zu gehen, steht den Patienten in Offenburg ein mit dem Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin ausgezeichnetes Schlaflabor zur Verfügung. Die technisch hochwertig ausgestatteten Schlafplätze ermöglichen eine aufwändige Diagnostik und Therapie. Einen hohen Stellenwert nimmt im Zentrum Schlafmedizin, an dem alle schlafmedizinischen Erkrankungen umfassend untersucht und behandelt werden, das „Offenburger Schlaftraining“ ein. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Behandlungsprogramm, das die Diplom-Psychologin Susanne Müller für schlafgestörte Menschen anbietet.
 
Im März lädt das Zentrum für Schlafmedizin, an dem alle schlafmedizinischen Erkrankungen umfassend untersucht und behandelt werden, Betroffene und Interessierte zu drei Vorträgen zum Thema „Schlaf“ ein. In Kooperation mit der VHS Offenburg sprechen Dr. Debes und Diplom-Psychologin Susanne Müller bei ihrem Vortrag „Mythos Schlaf“ am 13. März um 19.30 Uhr im Auditorium des Ortenau Klinikums Offenburg St. Josefsklinik. über häufig im Schlaf auftretende oder schlafgebundene Krankheitsbilder wie das Schlafapnoe-Syndrom, Insomnie sowie die Krankheit der unruhigen Beine. Damit setzen sie ihre im Herbst 2011 begonnene Vortragsserie zum Thema „Schlaf“ fort. Am Samstag, den 24. (11.45 Uhr) und Sonntag, den 25. März (15.30 Uhr) referiert dann Dr. Debes auf der Offenburger Gesundheitsmesse Balance im Kleinen Saal der Oberrheinhalle zum Thema „Tierisch gut schlafen – Was wir von unseren Vorfahren lernen sollten“.
Bei allen drei Vorträgen ist für Fragen und Diskussion ist genügend Zeit eingeplant.
 
Die Fotos zeigen Dr. Helmut Debes und Susanne Müller

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